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Kids & Jugend

8 Schätze in Chengdu

Wenn Jurij Rodionov von 25. - 29.10. beim Junior-Masters der acht weltbesten u18-Spieler in China an den Start gehen wird, geht für den Niederösterreicher, der bei WAT Brigittenau gemeldet ist, eine absolute Top-Saison zu Ende.

©GEPA pictures; freepik

Es gibt viele Länder, die Jurij Rodionov im Verlauf seiner noch jungen Karriere bereits besucht hat: USA, England, Frankreich, Italien, Kroatien, Russland, Schweiz, Italien, Ukraine, Tschechische Republik, Slowakei, Serbien, Ungarn, Deutschland, Kroatien, Belgien, Spanien, Slowenien, Luxemburg, Weißrussland, San Marino, Bosnien und Herzegowina. In China hingegen war er noch nie. Von 25. bis 29. Oktober wird der 18-jährige Niederösterreicher im Sichuan International Tennis Center in Chengdu daher seine Asia-Premiere erleben: Der Schützling von Andreas Berenz und Philip Lang, der aktuell Platz 8 im ITF-Ranking einnimmt und bei WAT Brigittenau gemeldet ist, konnte sich mit den Leistungen der letzten Monate für das Junior-Masters der weltbesten u18-Spieler qualifizieren und wird dort auf weitere Riesentalente wie Yibing Wu (ITF-1.), Axel Geller (ITF-2.), Miomir Kecmanovic (ITF-3.),  Zsombor Piros (ITF-4.) oder Yu Hsiou Hsu (ITF-7.) treffen. Als Bemessungsgrundlage zieht die ITF dafür jene Leistungen heran, die zwischen dem 12. September 2016 und dem 10. September 2017 erbracht wurden. In Chengdu werden die besten acht Spieler bzw. acht Spielerinnen in einem Round Robin-System um den Masters-Titel kämpfen.

Knapp am Wimbledon-Titel vorbei

Für Rodionov geht damit eine Saison zu Ende, wie sie besser kaum hätte laufen können: Der 1,90-Meter-Mann erreichte heuer im Juniorenbewerb der French Open das Achtelfinale und im Doppel sogar das Halbfinale. In Wimbledon schaffte er es wenig später sogar bis ins Viertelfinale (Einzel) bzw. ins Endspiel (Doppel). Die Spring Bowl in Mödling (Einzel), den Panaceo ITF Junior Cup in Villach (Einzel, Doppel), das 33. Perin Memorial im kroatischen Vrsar (Doppel) sowie den Yeltsin Cup (Einzel, Doppel) in Kazan (RUS) beendete er als Sieger. Dass er zuletzt bei den US Open in der zweiten Runde (Einzel) bzw. im Achtelfinale (Doppel) vorzeitig die Segel streichen musste, lag an einem Virus, der ihn zwei Tage lang mit 38 Grad Fieber ans Bett fesselte. "Die Auswirkungen auf meine Fitness  waren fatal. So konnte ich bei keinem Schlag Körperspannung aufbauen und lange Rallyes waren sowieso nicht drinnen."

Rodionov: Highlights 2017

Wer ist dieser Rodionov eigentlich?

Er wurde am 16. Mai 1999 in Nürnberg geboren. Die Eltern sind Weißrussen. Der Bub ist Österreicher, seit Juni 2015 auch offiziell, lebt seit seinem zweiten Lebensjahr im niederösterreichischen Matzen. „Ich habe mich nie als Ausländer gesehen. Die Bezeichnung Weißrusse ist fremd für mich.“ Nachdem er die allgemeine Schulpflicht erfüllt hatte, nahm Jurij den Job des Fulltime-Tennis-Profis an. „Weder Federer, noch Nadal haben die Schule beendet. Das letzte, was man ihnen nachsagen kann, ist, dass sie nicht intelligent sind.“ Der 18-Jährige schuftet mindestens sechs Stunden am Tag. „Jurij hat großes Potenzial“, sagt Ex-Trainer Martin Spöttl, der Rodionov seit 1. Jänner 2015 bis Mitte Juni 2017 trainierte. „Er hat eine geile Rückhand, eine geile Vorhand, einen geilen Aufschlag, spielt geile Volleys. Das hebt ihn ab.“ Finanziert wird Jurijs Leidenschaft von den Eltern. Und vom ÖTV. Der Bursche erfüllt die Förderungsbestimmungen im Rahmen des Sportkonzepts und wird vom Verband mit 15.000 Euro pro Jahr unterstützt. .

2017 erstmals im Hauptbewerb eines Challengers

„Seine Entwicklung verläuft höchst zufriedenstellend“, bilanzierte Martin Spöttl noch vor kurzem. „Jurij ist mental reifer, selbstständiger, selbstbewusster und  verantwortungsbewusster geworden.“ 2017 konnte er bei Future-Turnieren zwei Mal das Semifinale (1 x Einzel, 1 x Doppel) sowie zwei Mal das Viertelfinale (1 x Einzel, 1 x Doppel) erreichen. Damit nicht genug: Ende Juli erreichte er beim Challenger in Prag sogar erstmals den Hauptbewerb, hielt im Viertelfinale gegen Joao Domingues (POR) lange Zeit mit, musste sich letztendlich doch mit 4:6, 2:6 geschlagen geben. (Quelle: Redaktion, ÖTV)

 

 

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