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DAS ÖSTERREICHISCHE TENNIS TRAUERT UM LANCE LUMSDEN

Lance Lumsden ist am vergangenen Wochenende im 71. Lebensjahr in seiner Heimat Jamaika nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben.

Lance Lumsden ist am vergangenen Wochenende im 71. Lebensjahr in seiner Heimat Jamaika nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. Der frühere Davis Cup-Spieler hatte sich nach seiner aktiven Karriere ganz dem Journalismus verschrieben und war als Herausgeber der Magazine „Happy Tennis“ und „tennis sports“ ein sowohl in Österreich als auch auf internationaler Ebene anerkannter Tennis-Experte.

In den 70er-Jahren bereitete Lance Lumsden in seiner TV-Sendung „Happy Tennis“ den weißen Sport ebenso interessant wie amüsant auf. In seinen Magazinen beleuchtete er das Tennis in all seinen Facetten, fehlte bei keinem großen Turnier und dachte stets über neue Ideen nach, um Österreich als feste Größe in der internationalen Tennisszene zu etablieren.

Bei Diskussionen unter Experten überzeugte Lance Lumsden mit großem Fachwissen. Bei Pressekonferenzen stellte er nicht nur Fragen, sondern bestach mit seinen scharfen Analysen über das Tennis-Geschehen, die er voller Leidenschaft und mit dem für ihn typischen Charme präsentierte. Dass er jeden seiner Leitartikel in „tennis sports“ mit dem Satz „Aber wen interessiert das schon?“ beendete, war nicht Ausdruck von Resignation. Er erklärte das in einem Interview so: „Ich versuche, Dinge aufzuzeigen. In der Hoffnung, etwas zu bewirken. Wenn niemand mitwirken will, kann ich es auch nicht ändern. Aber das soll mich nicht daran hindern, meine Meinung aus Überzeugung zu sagen.“

ÖTV-Präsident Ernst Wolner zeigte sich wie die gesamte österreichische Tennis-Familie vom Tod Lance Lumsdens tief betroffen: „Mit Lance ist ein liebenswerter Mensch und allseits geschätzter Experte von uns gegangen, den seine Leidenschaft und sein unermüdliches Engagement für das österreichische Tennis ausgezeichnet haben. Wir haben einen liebenswerten Menschen und guten Freund verloren. Ich darf im Namen des Österreichischen Tennisverbandes der Familie meine aufrichtige Anteilnahme zum Ausdruck bringen.“

WTV-Präsident Franz Sterba: "Auch das Wiener Tennis verliert einen wahren Idealisten, dem die ständige Verbesserung des Tennissport ein echtes Anliegen war. Ich persönlich verliere einen liebenswerten Freund, den ich seit über 30 Jahren in allen Facetten des Tennis begleiten durfte und seines unermüdlichen Engagements wegen besonders geschätzt habe. Lance, wir machen in Deinem Sinn weiter - weil das was Du geschrieben hast, uns interessiert hat!"

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