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Turniere

Die neuen Meister: Selina Pichler und Gabriel Huber

Bei den WTV-Hallenmeisterschaften auf der Anlage des Heeres TC waren Selina Pichler und Gabriel Huber nicht zu schlagen. Im Doppel setzte sich Vorjahresfinalist (Einzel) mit Partner Norbert Nagyi erfolgreich durch.

©GEPA pictures | Christian Orth, Hans Oberländer

Vor einem Jahr fanden die WTV-Landesmeisterschaften auf der Anlage des First Vienna Football-Club 1894 statt. Heuer wurden von 16. bis 20. Februar auf der Anlage des Heeres TC die besten Indoor-SpielerInnen Wiens ermittelt. "Mit der aktuellen Nennzahl können wir durchaus zufrieden sein", so danach die Bilanz von WTV-Präsident Christian Barkmann, der aufgrund einer geplanten Kooperation mit Claus Lippert bei den Freiluftmeisterschaften allerdings auf noch mehr Spielerinnen und Spieler als bisher hofft. "Dann wird es richtige Tennisfeste geben."

Gabriel Huber schlägt zwei Mal zu

Zu den aktuellen Landesmeisterschaften: Bei den Herren scheiterten die beiden Vorjahresfinalisten bereits im Viertelfinale (Adnan Al-Mahmoud) bzw. Semifinale (Florian Feigl). Feigl lieferte Gabriel Huber (WAC) einen harten Kampf, musste sich letztendlich aber doch mit 4:6, 6:1, 3:6 geschlagen geben. In der unteren Rasterhälfte dominierte Nenad Vladusic (Tennisclub an der Schanze/Eden) die Partie gegen Stephan Kortenhof und zog mit 6:0, 6:3 klar ins Endspiel ein. Dort setzte sich Huber mit 7:5, 7:6 knapp durch. Nach einem Patellaseheneinriss am rechten Knie, einer siebenmonatigen Pause "und einem harten und sehr langen Weg" (Gabriel Huber) freute sich der 18-Jährige extrem über die beiden Titel bei diesen Meisterschaften, denn auch im Doppel (gemeinsam mit Neil Oberleitner) war ihm der Sieg nicht zu nehmen. Im Einzel hätte der Sieger auch einen anderen Namen tragen können, denn das Duell mit Vladusic "war eine sehr harte Partie", so Huber. "Im zweiten Satz war ich schon 5:4 vorne, konnte den Matchball aber leider nicht verwerten. Im Tiebreak hab' ich dann aber mein bestes Tennis gespielt." Im Frühling wartet auf Huber bereits die nächste Hürde: "Dann ist nämlich der Einstieg in die Future-Szene geplant."

"Scheinbar ist bei mir der Knopf aufgegangen"

Im Damenbewerb konnte Selina Pichler (TWR/Club 21) ihren Erfolgslauf der letzten Wochen (u. a. Doppeltitel bei den Österreichischen Meisterschaften, ITF Kat. 5-Finale in Kairo) fortsetzen: Ohne Satzverlust war sie ins Endspiel eingezogen und ließ auch dort ihrer Gegnerin, Mila Masic (Altmannsdorfer TC), nur wenig Luft zum Atmen: Mit 6:4, 6:1 holte sich die 17-Jährige (nach dem AK-Titel im Sommer 2017) ihren zweiten WTV-Meisterschaftstitel in der Allgemeinen Klasse. Im ersten Satz war der Schützling von Ruslan Rainov bereits mit 5:0 in Führung gelegen. "Dann allerdings hab' ich zuviele unnötige Fehler gemacht und Mila dadurch wieder ins Spiel hineinfinden lassen", so Selina unmittelbar nach ihrem Sieg. "Beim Stand von 5:2 hatte ich zum Beispiel einen Satzball und hätte den Ball am Netz nur ganz locker hineinspielen müssen." Im zweiten Satz fand Selina Pichler aber wieder zu ihrem Spiel und spielte die Partie konzentriert zu Ende. Aufgrund von Schulterschmerzen legt sie jetzt einige Tage Pause ein, bevor sie wieder ins Training einsteigt. Dass sie die letzten Wochen so erfolgreich hinter sich gebracht hat, dafür hat Selina Pichler nur eine Erklärung: "Scheinbar ist bei mir jetzt der Knopf aufgegangen."

 Information

WTV-Landesmeisterschaften (AK) | Heeres TC

 

 WTV-LANDESMEISTERSCHAFTEN (AK)| ZAHLEN, DATEN, FAKTEN

BEWERBSIEGER/INFINALIST/INRESULTAT
Herren | EinzelGabriel HuberNenad Vladusic7:5, 7:6
Damen | Einzel:Selina PichlerMila Masic6:4, 6:1
Herren | Doppel:Gabriel Huber / Neil OberleitnerNorbert Nagyi / Adnan Al-Mahmoud7:5, 6:4

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