Turniere

Eine wienerische Angelegenheit

Am Samstag duellieren sich die als Nummern 1 und 2 gesetzten Lenny Hampel und Jurij Rodionov in Oberpullendorf um den Titel des "Österreichischen Staatsmeisters".

Jurij Rodionov spielt heuer weiter groß auf. ©GEPA-Pictures / Christian Ort (2)

Die Österreichischen Staatsmeisterschaften der Allgemeinen Klasse in Oberpullendorf gehen in die heiße Phase. Am Freitag wurden auf der Anlage des Sport-Hotel Kurz, wo die Veranstaltung zum neunten Mal in Folge stattfindet, die Semifinali im Einzel ausgetragen. Die Endspiele steigen am Samstag, die Gewinner dürfen sich über 5000 Euro Preisgeld freuen.

Bei den Herren wurde der als Nummer 1 gesetzte Lenny Hampel der Favoritenrolle gerecht. Der Wiener, der sich mit dem WAC auch für das Bundesliga-Final-Four qualifiziert hat, besiegte den Tiroler Alexander Erler 6:3, 6:4. Hampel zeigt sich heuer stark verbessert, in Heraklion konnte er sein erstes ITF-Future gewinnen. In der ATP-Weltrangliste ist der 20-Jährige bereits die Nummer 403 und damit achtbester Österreicher.

Der Finalgegner am Samstag ist um zwei Jahre jünger. Jurij Rodionov, der Niederösterreicher, der für WAT Brigittenau Meisterschaft spielt, musste auch gegen Dominic Weidinger über drei Sätze gehen, ehe er mit 6:0, 4:6, 6:2 gewann. Rodionov rangiert in der ITF-Junioren-Weltrangliste auf Platz 11, vor wenigen Wochen gewann er die International Spring Bowl in der Hinterbrühl und schaffte bei den French Open im Nachwuchsbewerb den Einzug ins Viertelfinale. In Oberpullendorf ist der 18-Jährige als Nummer 2 gesetzt.

Bei den Damen lautet das Finale Betina Pirker – Arabella Koller. Beiden Salzburgerinnen wurde der Einzug nicht allzu schwer gemacht. Pirker hatte mit Janina Toljan beim 6:2, 6:2 wenig Mühe, freilich profitierte die 34-Jährige von den zahlreichen Fehlern der Titelverteidigerin, die 2016 eben gegen Pirker im Endspiel gewonnen hatte. Gegnerin Koller, aus der Qualifikation gekommen,  ist halb so alt, im Semifinale musste Nicole Rottmann beim Stand von 2:6, 3:3 verletzt aufgeben. Ein verheilt geglaubter Bandscheibenvorfall trat akut auf. Jürgen Wabers Arbeit mit Koller im ÖTV-Damen-Trainingszentrum Linz scheint langsam zu fruchten.

Folglich konnte Rottmann mit Marlies Szupper nicht zum Doppel-Finale antreten, weshalb der Staatsmeistertitel kampflos an Karoline Kurz und Yvonne Neuwirth ging. Im Endspiel der Herren machten Patrick Ofner und Matthias Haim mit Markus Sedletzky und Bernie Schranz kurzen Prozess – 6:1, 6:1.

Lenny Hampel, siegeshungrig

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