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Erste Bank Open: Thriller in der Stadthalle – Thiem kämpft sich ins Achtelfinale

Das ÖTV-Aushängeschild kommt beim ATP-500-Turnier in Wien nach zwei abgewehrten Matchbällen weiter.

Dominic Thiem ließ sich nach seinem Auftaktsieg erleichtert jubelnd auf den Boden fallen. © | GEPA pictures/ Walter Luger

Das Comeback von Dominic Thiem bei den mit 2.489.935 Euro dotierten Erste Bank Open war an Dramatik nicht zu überbieten. Gegen den US-Amerikaner Tommy Paul (ATP-Rang 30) siegte der Lokalmatador nach 2:55 Stunden und der Abwehr von zwei Matchbällen mit 2:6, 7:6 (2), 7:6 (6). Die 7700 Besucher verwandelten dabei die Wiener Stadthalle im Laufe der Partie zu einem wahren Tollhaus und trugen Thiem förmlich zum Sieg. Unter ihnen, unter anderen: Sportminister Werner Kogler, natürlich Turnierdirektor Herwig Straka, die heimischen Topprofis Filip Misolic und Lucas Miedler sowie seitens des ÖTV etwa Präsident Martin Ohneberg, Sportdirektor und Davis-Cup-Kapitän Jürgen Melzer, Sportkoordinatorin und Billie-Jean-King-Cup-Kapitänin Marion Maruska sowie Geschäftsführer Wirtschaft Thomas Schweda.

Thiem kämpft sich nach klassischem Fehlstart zurück

Der Niederösterreicher erwischte einen ganz schlechten Start, geriet mit einem 2:16 in Punkten rasch mit 0:4 in Rückstand und gab den ersten Satz klar mit 2:6 ab. Im zweiten Durchgang kämpfte sich der aktuelle Weltranglisten-113. in die Partie zurück, blieb im Tiebreak eiskalt und ließ seinem Gegner dort nur zwei Punkte. Dafür gab es zu Beginn des Entscheidungssatzes gleich wieder eine kalte Dusche. Thiem vergab im ersten Game zwei Breakbälle, musste dafür postwendend seinen Aufschlag zu null abgeben. Danach entwickelte sich ein richtiger Tennis-Thriller. Thiem kämpfte sich nach dem 0:3-, 1:4- und 2:5-Rückstand nochmals in die Partie zurück, schaffte im letzten Moment das Break zum 4:5 und erzwang ein weiteres Tiebreak. Dort wogte das Match hin und her. Beim Stand von 6:4 wehrte der Österreicher zwei Matchbälle ab, um schließlich unter dem frenetischen Jubel der Zuschauer seinen ersten zum 8:6 zu verwandeln.

„Ohne euch wäre dieser Sieg nicht möglich gewesen“

„Das war ein ganz spezieller Abend heute“, erklärte Thiem nach dem Match. „Ich habe einen katastrophalen Start erwischt, dafür ist dann noch etwas ganz Besonderes passiert. Ohne die Leute, ohne die Stimmung hätte ich das Match nie gewonnen, das traue ich mir zu sagen. Ich möchte einen riesigen Dank an das Publikum richten. Ohne euch wäre dieser Sieg nicht möglich gewesen“, sagte der Wien-Sieger des Jahres 2019 beim On-Court-Interview. Als Wendepunkt sah Thiem den zweiten Satz und da im Besonderen das Tiebreak: „Im zweiten Satz bin ich immer drangeblieben und habe das Match offenhalten können. Nach dem gewonnenen Tiebreak habe ich erstmals daran geglaubt, dass ich das Match auch gewinnen kann.“ Die nächsten Stunden will Thiem damit verbringen, „diesen Sieg zu genießen. Das ist notwendig, und dann richte ich den Fokus auf das nächste Match.“ Für das Achtelfinale am Donnerstag hofft Thiem, „dass ich nun befreiter aufspielen kann.“ Es wartet dabei der Sieger der Partie zwischen dem topgesetzten Russen Daniil Medvedev (ATP 4) und dem Georgier Nikoloz Basilashvili (ATP 93).

Rodionov trotz guter Leistung out, Erler/Miedler überraschen

Für Jurij Rodionov war hingegen in der Auftaktrunde Endstation. Der 23-jährige Niederösterreicher musste sich dem Kanadier Denis Shapovalov (ATP 19) nach 1:41 Stunden mit 4:6, 4:6 geschlagen geben. Shapovalov gelang damit die Revanche an Rodionov für die Niederlage in Wien vor zwei Jahren. Trotz des frühen Ausscheidens zeigte sich der Weltranglisten-130. mit seiner Leistung „relativ zufrieden, vor allem von der Grundlinie. Ich denke, da war ich ebenbürtig. Ich habe so gespielt, wie ich es wollte. Der springende Punkt war die Aufschlagleistung. Da hat er viel mehr freie Punkte gehabt und solide serviert“, analysierte Rodionov. Im Doppel ist das ÖTV-Davis-Cup-Duo Alexander Erler und Lucas Miedler dafür im Viertelfinale angelangt: Der Tiroler und der Niederösterreicher feierten einen starken Sieg und schlugen im Tenniszelt bei Erste Bank Open 2 Go am Heumarkt zum Auftakt sensationell die russischen Topstars Karen Khachanov und Andrey Rublev mit 6:3, 7:6 (1). Ihre nächsten Gegner sind der Pole Hubert Hurkacz und der Brasilianer Marcelo Melo.

Ticketinformation

Eintrittskarten für die vom 22. bis 30. Oktober 2022 stattfindenden Erste Bank Open sind online auf der Turnierwebsite www.erstebank-open.com/tickets, auf www.stadthalle.com, www.wien-ticket.at sowie www.oeticket.com erhältlich. Weitere Auskünfte erteilt die Tickethotline unter 01 / 79999 79.

Hier alle Ergebnisse des ATP-Turniers in Wien.

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