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Erste Bank Open: Turnierfavorit Medvedev gewinnt hochklassiges Finale in der Wiener Stadthalle

Der Russe trägt sich beim ATP-500-Turnier in der österreichischen Bundeshauptstadt erstmals in die Siegerliste ein.

Turnierdirektor Herwig Straka (Mitte) gratulierte Finalist Denis Shapovalov (links) und Sieger Daniil Medvedev (rechts). © | GEPA pictures/ Walter Luger

Der große Triumphator der Erste Bank Open 2022 heißt Daniil Medvedev. Der topgesetzte US-Open-Champion des Vorjahres setzte sich am späten Sonntagnachmittag im Finale in der mit 9500 Zuschauern restlos ausverkauften Wiener Stadthalle gegen den Kanadier Denis Shapovalov in 2:16 Stunden mit 4:6, 6:3, 6:2 durch. Für seinen zweiten Saisontitel nach Los Cabos (Mexiko) und seinen insgesamt 15. ATP-Turniersieg wurde der Russe mit einem Scheck in Höhe von 439.305 Euro und 500 Weltranglistenpunkten belohnt, mit denen er sich im ATP-Ranking von Position vier auf Platz drei verbessern wird. Zudem hat sich der Rechtshänder mit dem Erfolgslauf in Wien auch seinen Startplatz für die in zwei Wochen beginnenden Nitto ATP Finals in Turin gesichert.

Medvedev kratzt die Kurve und spielt sich in einen Rausch

Den besseren Start in die Partie erwischte Shapovalov, der dank zweier Breaks im ersten Satz mit 4:1 in Führung ging und sich auch von einem Aufschlagverlust zum 4:2 nicht aus seinem Konzept bringen ließ. Der Linkshänder servierte in weiterer Folge zum 6:4 aus. Es sollte der erste und letztlich auch einzige Satzverlust von Medvedev im gesamten Turnierverlauf bleiben. Im zweiten Durchgang ereignete sich nämlich die Wende: Medvedev wehrte bei 1:1 einen Breakball ab und holte sich anschließend selbst das Break zum 3:1. Die Nummer eins des Turniers musste dann zwar den Aufschlag zum 4:3 abgeben, schaffte allerdings gleich im nächsten Game ein weiteres Break, mit dem die Weichen auf Satzausgleich gestellt wurden. In der Entscheidung erhöhte der 26-Jährige noch einmal das Tempo, spielte sich in einen Rausch und nahm Shapovalov den Aufschlag zum 2:1 und 4:1 ab. Sechs Matchbälle ließ Medvedev noch ungenützt, mit dem siebenten machte er jedoch seinen Triumph perfekt.

Titelgewinn der Frau gewidmet

Daniil Medvedev war für die Konkurrenz in Wien heuer zu stark. ©GEPA pictures / Walter Luger

Medvedev hat in Wien seinen ersten Titel als Vater geholt, denn erst vor zwei Wochen waren er und seine Frau Darja Eltern einer Tochter geworden. „Erstes Turnier als Papa und gleich gewonnen – 100 Prozent. Ich bin rundum glücklich momentan.“ Den Sieg bei den Erste Bank Open widmete er auch seiner Frau. „Denn sie hat mir das schönste Geschenk aller Zeiten gegeben“, bezog er sich auf die gemeinsame Tochter. Happy war Medvedev auch darüber, dass er gegen Ende des Finales sein bestes Tennis spielte: „Der dritte Satz war ein wirklich hohes Level von mir. Ich möchte nicht sagen perfekt, denn man kann sich immer verbessern, aber es war nahe dran an der Perfektion. Jetzt freue ich mich über meinen größten Erfolg in diesem Jahr.“

Shapovalov: „Eine der besten Wochen im Jahr für uns Spieler“

Shapovalov war nach dem Match zwischen Enttäuschung und Stolz hin- und hergerissen – und zeigte sich auch von der besonderen Atmosphäre während des gesamten Turniers in der Wiener Stadthalle beeindruckt. „Es ist wirklich absolut speziell, vor so vielen Fans zu spielen. Ich kann es nicht erwarten, hier nächstes Jahr wieder zu spielen“, streute er den Fans Rosen. „Es ist ohne Zweifel eine der besten Wochen im Jahr für uns Spieler und auch für mich.“ Und in Richtung Medvedev sagte er: „Ich mag dich wirklich sehr, aber heute etwas weniger. Es macht aber wirklich Freude zu sehen, wie stark du derzeit spielst.“

Hier alle Ergebnisse des ATP-Turniers in Wien.

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