Liga

Hart, spannend, ausgeglichen

Wenn am 29.4. um 13:00 Uhr in der Landesliga A der Startschuss gegeben wird, erwarten sich viele Experten eine extrem ausgewogene Saison. Der Grund? Top-SpielerInnen, interessante Talente, alte Hasen und ausländische Joker.

Wiener Liga (Herren): Titelverteidiger TC Kalksburg

Im Vorjahr war es das Herrenteam des TC Kalksburg gewesen, das sich von Anfang (Grunddurchgang) bis Ende (Oberes Playoff) von keinem einzigen Gegner die Butter vom Brot nehmen lassen wollte: Mit einer Gesamtbilanz von 6:0 Siegen war das Team von Mannschaftsführer Matthias Heindl souveräner Meister der Herren-Landesliga A geworden. Ein ähnliches Bild gab es auch bei den Damen: Die Mädels des Altmannsdorfer TC hatten sich mit 3:0 Siegen klar für das Obere Playoff qualifiziert, und auch hier konnte der Durchlauf von Antonia Markuskova, Julia Dinhof, Victoria Walter & Co weder von Post SV noch von TC Schanze/Eden oder dem Heeres TC gestoppt werden. Die Frage, die sich deshalb automatisch aufdrängt: Ob's heuer für die Titelverteidiger erneut eine so klare Angelegenheit werden wird?

"Es wird ziemlich schwer werden"

Nicht, wenn es nach Matthias Heindl geht: Wenn am 29. April die erste Runde der Wiener Landesliga A um 13:00 Uhr starten wird, erwartet sich der Mannschaftsführer des TC Kalksburg, "dass es ziemlich schwer werden wird, den letztjährigen Meistertitel zu verteidigen." Der Grund für diesen Pessimismus? "Aus meiner Sicht hat die Qualität der Mannschaften stark zugenommen." Deshalb stapelt Heindl vor Beginn der Liga bewusst tief: "Das Ziel unserer ersten Mannschaft ist der Klassenerhalt." Mithelfen soll dabei auch ein neuer Mann: Gegenüber dem Vorjahr konnten sich die Kalksburger mit Mario Stino verstärken. In Runde 1 wird der TC Kalksburg, der 2017 sein 40-jähriges Bestehen feiert, heuer auf den Ober St. Veiter TC treffen, danach auf Colony/TENNIS-POINT und Pötzleinsdorf. Die Favoriten auf den Titel sind für Heindl "WAC2 und der Wiener Park Club. Beide Vereine verfügen über sehr starke und kompakte Teams."

Park Club und WAC als Titelanwärter?

Zum kleinen Showdown der beiden letztgenannten Teams kommt es in Gruppe 2 bereits in der ersten Runde. 2016 belegte der Wiener Parkclub in der Endtabelle Rang 3, WAC wurde Vierter. Deshalb ist die Vorgabe von Lukas Langer, Park Club-Mannschaftsführer klar: "Das erste Ziel muss sein, dass wir ins Obere Playoff kommen. In weiterer Folge wollen wir aber auch um den Titel mitspielen." Als härteste Gegner, die ihnen dabei vielleicht ein Bein stellen könnten, schätzt Langer TC Kalksburg und den WAC ein. "TC Kalksburg hat immer wieder oben mitgespielt, und es hat jedes Mal sehr enge Partien gegeben." Beim WAC, so Langer, wird es darauf ankommen, "wie sie aufgestellt sein werden und ob sie bis zuletzt alle Spieler zur Verfügung haben werden." Die WAC-Spielerliste glänzt nämlich durch "Kracher" wie z. B. Maximilian Neuchrist, Lenny Hampel, Tristan-Samuel Weissborn oder Gibril Diarra. Auf der Spielerliste des Wiener Park Club scheinen mit Florian Feigl und Andreas Fasching gegenüber dem Vorjahr zwei neue Namen auf. Lukas Langer: "Das sind zwei Spieler, die wir schon seit Jahren sehr gut kennen. Deshalb wissen wir, dass die beiden sowohl sportlich als auch zwischenmenschlich sehr gut zu uns passen."

"Interessanter Mix bei den einzelnen Teams"

Bei den Damen geht der Altmannsdorfer TC als Titelverteidiger ins Rennen. Für Mannschaftsührerin Charlotte Vrachoritis-Heeger gibt es daher nur eine einzige Vorgabe: "Wir wollen unseren Titel heuer natürlich bestätigen." Um ins Obere Playoff zu gelangen, müssen die Meidlinger Mädels in Gruppe 1 zunächst Hürden wie Vienna Football-Club, Heeres TC und Post SV überwinden. Dieses Ziel, so Vrachoritis-Heeger, sollte erreichbar sein. Insgesamt, so ihre Einschätzung, dürfte aber die gesamte diesjährige Meisterschaft "sicher sehr spannend werden, da sich die einzelnen Mannschaften aus einem sehr interessanten Mix aus tollen jungen Talenten, ausländischen Spielerinnen und altbekannten "alten" Hasen zusammensetzt." Ihr eigenes Team ist gegenüber dem Vorjahr kaum wiederzuerkennen. Antonia Markuskova und Julia Dinhof haben den Verein verlassen, als Neuzugänge kämpfen als neue Nummer 1 Sabine Lindner sowie Bianca Ambros, Mila Masic sowie Barbora Cibakova mit um den Titel.

Gute österreichische Jugendliche

Der Altmannsdorfer TC als Titelverteidiger bei den Damen und daher auch leichter Favorit in der diesjährigen Meisterschaft. Wer aber kämpft mit um den Titel? Auch Peter Eipeldauer, Mannschaftsführer des Wiener Park Clubs, will mit seinem Team "natürlich wieder das Obere Playoff erreichen bzw. danach den Meistertitel erringen." Den heftigsten Widerstand auf dem Weg zu diesem Ziel erwartet er sich - neben Titelverteidiger Altmannsdorfer TC - zunächst einmal im Grunddurchgang (Gruppe 2) von Union TC Wien und UTC La Ville. "Mich freut sehr, dass vor allem bei UTC La Ville gute österreichische Jugendliche spielen werden." Dazu zählen u. a. Caroline Ilowska, Roxana Repasi und WTV-Kaderspielerin Lara Nedeljkovic. Eipeldauer: "Meine Philosophie ist, wenn möglich keine Ausländer spielen zu lassen. Außer ich habe gute Jugendliche, die fördern kann." Im Kader seiner Mannschaft ist das z. B. die 14-jährige Russin Victoria Borodulina, die hinter Jeannine Prentner, Magdalena Österle, Lucie Schwab und Patricia Starzyk als Nummer 5 aufgestellt ist.

"Eine spannende Saison"

Top-Spielerinnen, interessante Talente, alte Hasen und ausländische Joker: Die meisten Experten schätzen die diesjährige Damen-Landesliga als sehr harte Nuss ein, die nur schwer zu knacken sein wird. "Die Frage nach den größten Konkurrenten kann ich mit einem Wort beantworten: ALLE!", sagt etwa Thomas Lerch, Mannschaftsführer des UTC La Ville-Teams. "Alle Teams in beiden Gruppen sind durch die Bank sehr stark besetzt. Ich sehe hier keine Mannschaft, die ich als überlegen oder als vermeintlich schwächer einstufen würde." Das Ziel seiner Mannschaft ist "daher der Klassenerhalt. Und sollte es uns gelingen, nach dem Grunddurchgang im Oberen Playoff spielen zu können, wäre das ein wirklich toller Erfolg." Einen ähnlichen Blick in die nächste Zukunft wirft auch Margret Schrittwieser, stellvertretende Mannschaftsführerin bei WAT Brigittenau: "Jede Mannschaft in unserer Gruppe hat das Potential, den Wiener Meistertitel zu holen, weshalb wir eine spannende Saison erwarten können."

Information

Landesliga A (Herren) | Termine & Spielberichte

 


Wiener Mannschaftsmeister 2016 - die Titelverteidiger

Landesliga A: Herren (AK)
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TC Kalksburg
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Landesliga A: Herren 60
Vienna Football-Club
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Altmannsdorfer TC
Landesliga A: Damen 35
TC Schanze/Eden
Landesliga A: Damen 45
TC Schanze/Eden
Landesliga A: Damen 55
Colony/TENNIS-POINT 1
Landesliga A: Damen 60
Colony/TENNIS-POINT 1
Landesliga A: Damen 65
Colony/TENNIS-POINT 1
Wieviele Gegner wohl nur den Rücken des Wiener Parkclubs (Herren) zu sehen bekommen werden?
Das Damenteam des Wiener Parkclubs
Das Damenteam von WAT Brigittenau

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