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Nico Langmann: Wie man einen Traum aufgibt, um ein Leben zu gewinnen

Das ÖTV-Rollstuhltennis-Ass hat in Wien-Landstraße sein Buch mit eben diesem Titel präsentiert.

Moderatorin Barbara Stöckl und Nico Langmann bei der Buchpräsentation in Wien. ©ÖTV

Es war laut Auskunft seitens Thalia eine der bislang bestbesuchten Buchpräsentationen im Thalia Wien Mitte W3. In diesem Rahmen hat Nico Langmann am Donnerstagabend im dritten Wiener Gemeindebezirk sein im Brandstätter Verlag erscheinendes Erstlingswerk „Wie man einen Traum aufgibt, um ein Leben zu gewinnen“ vorgestellt. Vor knappen 250 Personen, unter ihnen Maria Rauch-Kallat (Präsidentin Österreichisches Paralympisches Committee, Ex-Bundesministerin), Michael Buchleitner (Ex-Leichtathlet), Alina Zellhofer (ORF-Sportmoderatorin/-Journalistin), Andreas Onea (TV-Moderator, Behindertensportler im Schwimmen), Thomas Schweda (ÖTV-Geschäftsführer Wirtschaft), Marion Maruska (ÖTV-Sportkoordinatorin und -Billie-Jean-King-Cup-Kapitänin) und einige mehr. TV-Lady Barbara Stöckl moderierte vor dem hochinteressierten Publikum, dem Langmann darauf noch zahlreiche Fragen beantwortete sowie alle Signatur- und Fotowünsche erfüllte.

Auf insgesamt 208 Seiten erzählt Langmann aus seinem Leben, das bereits im Alter von zwei Jahren eine sehr schicksalshafte Wendung nahm. Seit einem damaligen Autounfall ist der hochsympathische Wiener querschnittgelähmt. Damit einher ging schon bald das Mantra, mit dem er aufwuchs: „Du wirst wieder gehen können“ – ein Wunsch, den er sich und seinem Umfeld, das seine Behinderung zunächst nicht akzeptieren wollte, bis heute allerdings nicht erfüllen konnte, trotz jahrelangem, nicht zu gewinnendem Kampf. Mit 17 Jahren stellte sich Langmann letztlich eine Grundsatzfrage: Wäre meine Lebensqualität besser, wäre mein Leben schöner, wenn ich wieder gehen könnte? Langmann verneinte. Und trennte sich von seinem Traum – und gleichzeitig von einer großen Belastung, die er über viele Jahre hinweg mit sich geschleppt hatte, und gewann ein Leben, entsprechend dem Buchtitel. Langmann legt Wert auf die Klarstellung, dass sein Buch jedoch nicht als Lebensratgeber eines erst 25-Jährigen verstanden werden solle oder müsse. Es erzähle schlichtweg seine Erfahrungen, wie er mit seiner Behinderung umgegangen sei, welchen diesbezüglichen Zugang er gefunden habe und wie dieser für ihn funktioniert habe. Aber nicht für jede/n so funktionieren kann und muss. Es gehe hier darum, einen eigenen Weg zu finden.

Autorenerlös geht zu 100 Prozent an Nico Langmann Foundation

Heute ist Langmann nicht nur einer der besten Rollstuhltennisspieler auf der Welt und Österreichs Nummer eins in dieser Sportart, „sondern auch ein Mutmacher – trotz eines zweiten Schicksalsschlages, trotz einer Welt, die nicht für Menschen mit Behinderung gebaut ist und in der Diskriminierung Alltag ist“, wie die Buchbeschreibung offenbart. Der zweifache Teilnehmer an Paralympischen Spielen will abseits des Sports „vor allem Barrieren und Vorurteile abbauen – auch im Umgang der Gesellschaft mit Menschen mit Behinderung.“ Credo: „Reden wir darüber! Denn Offenheit löst Probleme. Oder sie weist den Weg zu einer Lösung.“ Ganz entsprechend Langmanns Charakter kann man sich als Leser auf eine erfrischend offene, ungeschminkte und humorvolle Erzählung freuen. Und das Beste daran: Der Autorenerlös jedes verkauften Buchs fließt zu 100 Prozent in die Nico Langmann Foundation, die das ÖTV-Rollstuhltennis-Ass im Herbst 2022 gegründet hatte, um Kindern mit Behinderung Sportgeräte zur Verfügung stellen zu können. So ist jeder Kauf also zugleich eine wertvolle Spende.

„Wie man einen Traum aufgibt, um ein Leben zu gewinnen“ gibt’s jetzt im gut sortierten Fachhandel zu erwerben sowie online hier:

Brandstätter Verlag
Thalia

©zVg
Nico Langmann mit ÖTV-Sportkoordinatorin und -Billie-Jean-King-Cup-Kapitänin Marion Maruska nach der Veranstaltung. ©ÖTV

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