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Thiem und Novak scheitern im Achtelfinale

Sowohl für Dominic Thiem als auch für Dennis Novak endet das "Erste Bank Open 500" im Achtelfinale: Thiem unterliegt Richard Gasquet in drei Sätzen, Novak liefert sich mit Kyle Edmund einen Tiebreak-Krimi. Die letzte rotweißrote Hoffnung auf einen Turniersieg: Oliver Marach.

©GEPA pictures | Walter Luger

Für Dominic Thiem war im Achtelfinale der Erste Bank Open 500 Endstation! Der Weltranglisten-Sechste musste sich am Donnerstag bei dem mit 2.621.850 Euro dotierten ATP-Turnier in der mit 9.200 Zuschauern ausverkauften Wiener Stadthalle dem Franzosen Richard Gasquet in 2:22 Stunden mit 6:4, 5:7, 1:6 geschlagen geben. Nach gutem Beginn und Gewinn des ersten Satzes verabsäumte es der Lokalmatador, entscheidend nachzusetzen. Beim Stand von 5:5 im zweiten Durchgang musste Gasquet, der mit Fortdauer der Begegnung immer besser ins Spiel fand, bei eigenem Aufschlag mehrmals über Einstand gehen, holte sich aber die 6:5-Führung. Im darauffolgenden Aufschlagspiel unterliefen Thiem drei Fehler in Folge, die Gasquet den Weg zum Satzausgleich ebneten.

Körperliche Handicaps

Im Schlusssatz hatte Österreichs Nummer eins nichts mehr zuzusetzen – offenbar auch deshalb, weil ihm ein körperliches Problem zu schaffen machte, über das er jedoch in der Pressekonferenz nach dem Match keine näheren Angaben machen wollte: „Es gibt da ein paar körperliche Sachen, die nur ein paar Leute wissen, die sicher nicht ideal sind und die mich ein bisschen belasten. Deshalb ist heute meine Körpersprache auch nicht ideal gewesen, aber nichtsdestotrotz sollte sie nicht so negativ sein“, sagte Thiem, der aufgrund seiner körperlichen Probleme auch einen Startverzicht bei dem in der kommenden Woche stattfindenden ATP-Masters-1000-Turnier in Paris in Erwägung zieht.

"Weit weg von einem Break"

Dass er von einer zu hohen Erwartungshaltung in Wien gebremst werde, stellte Thiem in Abrede: „Wien ist halt ein 500er-Turnier und extrem stark besetzt. Selbst wenn ich in Topform gewesen wäre, hätte eine Niederlage passieren können. Der erste Satz war noch in Ordnung, auch als Rückschläger. Ab dem zweiten Satz war ich weit weg von einem Break, habe auch als Aufschläger oft gewackelt. Da ist es dann nur eine Frage der Zeit, bis man das Break kassiert. Bei 5:6 ist es halt passiert. Es hat aber jetzt keine Situation gegeben, wo der Faden gerissen ist“, charakterisierte der Lichtenwörther die Niederlage gegen den aktuellen Weltranglisten-32. Gasquet.

Dem Sieg so nah

Wenige Stunden davon hatte Dennis Novak im Achtelfinale der mit 2.621.850 Euro dotierten Erste Bank Open 500 in der mit 9.200 Zuschauern ausverkauften Wiener Stadthalle dem Briten Kyle Edmund einen Kampf auf Biegen und Brechen geliefert. Am Ende hatte der Niederösterreicher nach einem 2:56 Stunden dauernden Tiebreak-Thriller mit 6:7 (2/7), 7:6 (7/5), 6:7 (3/7) denkbar knapp das Nachsehen. Novak war dem aktuellen Weltranglisten-63. in einem dramatischen Schlagabtausch nicht nur ebenbürtig, sondern im Entscheidungssatz sogar einem Break näher als sein Gegner. Im Tiebreak des dritten Durchgangs unterliefen dem Österreicher jedoch unnötige Fehler, die Edmund eiskalt zur Entscheidung zu seinen Gunsten nützte.

"Falsche Entscheidungen

„Natürlich überwiegt jetzt einmal die Enttäuschung. Es war so ein langes Match und so knapp. Leider habe ich im Tiebreak des dritten Satzes ein paar falsche Entscheidungen getroffen, die mich letztlich das Match gekostet haben“, bilanzierte Novak, der sich mit den in Wien eroberten 65 ATP-Punkten in der Weltrangliste von Position 284 auf einen Platz um 215 verbessern wird. Nach den Siegen über die beiden Italiener Andreas Seppi und Thomas Fabbiano, den er sowohl in der Qualifikation als auch in der ersten Hauptfeldrunde besiegt hatte, zeigte der 24-jährige Novak gegen Edmund einmal mehr, dass er mit einem Top-100-Spieler mithalten kann. Trost war das für ihn allerdings keiner.

"Emotional war es unglaublich"

„Ich wollte einfach nur das Match gewinnen. Es tut mir leid, dass ich den Fans keinen Sieg schenken konnte. Ich habe leider im dritten Satz einen Breakball nicht nützen können. Und was ich mir bei den zwei, drei Punkten im Tiebreak des dritten Satzes gedacht habe, das weiß ich jetzt noch nicht. Natürlich war ich zu Beginn vor so einer großen Kulisse etwas nervös, aber ich habe mich gut in die Partie hineingekämpft. Emotional war es unglaublich, die Stimmung war unfassbar. Was ich aus diesem Match mitnehmen kann, ist die Tatsache, dass ich mit Spielern mithalten kann, die auf Top-100- oder gar Top-50-Niveau sind“, sagte Novak. (Quelle: Presseaussendung)

Marach im Semifinale

Trotz des Ausscheidens von Thiem und Novak ist die Hoffnung auf einen österreichischen Sieg in der Wiener Stadthalle noch nicht gestorben: Oliver Marach zieht gegen zwei Uhr Früh gemeinsam mit seinem kroatischen Partner Mate Pavic dank eines 6:4, 3:6, 10:3-Erfolgs über die Paarung Santiago Gonzalez/Julio Peralta ins Halbfinale ein. Dort bekommt es die beiden Wimbledon-Finalisten am Freitag (im dritten Spiel nach 16:30 Uhr) mit Marcelo Demoliner/Sam Querrey zu tun.

Information

Erste Bank Open 500 | Website

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