Zum Inhalt springen

Verbands-Info

In Wimbledon? In Flushing Meadows? Oder doch im Wohnzimmer?

Spiel, Satz und Sieg – mit einer digitalen Innovation. VR Motion Learning, ein Wiener Start-up, arbeitet derzeit an einer authentischen Virtual Reality-Tennisanwendung mit echter Ballphysik. Für WTV-Präsident Christian Barkmann „sind solche Lösungen nicht nur ein Blick in die Zukunft, sondern ideal, um gerade in Zeiten wie diesen weiterhin Tennis spielen zu können.“

©Alle Fotos: VR Motion Learning

Aufschlag nach außen, der Gegner streckt sich, kommt gerade noch zum Ball hin, sein Return fällt auf die eigene Aufschlaglinie. Vor zum Ball! Vorhand cross ganz nach hinten auf die Rückhand des Gegners! Den Punkt abschließen mit einem Volley-Stopp! Wie bitte soll das in Zeiten der Corona-Pandemie gehen, wenn der Zutritt zu Tennisplätzen verboten ist? „Wir haben mit tennis esports Tennis digitalisiert. So ist es möglich, in Virtual Reality von zu Hause aus authentisches Tennis mit echter Ballphysik auf unterschiedlichen Untergründen zu spielen“, erklärt Gregory Gettinger, Founder und CEO von VR Motion Learning. „Und das funktioniert sogar weltweit“, so Hans Pfleiderer, Chief Financial Officer. „Man kann so mit virtuellen Gegnern, aber auch mit realen Partnern spielen, die sich aus New York oder Paris zuschalten.“

TENNIS VIRTUELL ERLERNEN
Ein weiterer Vorteil: „Die Lösung ist auch für das Eigentraining bestens geeignet. Man kann etwa im eigenen Wohnzimmer gegen eine Ballmaschine spielen und so ganz konkret Vorhand oder Rückhand trainieren“ (Pfleiderer). Die User können sogar noch einen Schritt weiter gehen: Weltweit verfolgen mehr als 2.500 Tenniscoaches die Entwicklung dieser Software, haben eigene Erfahrungswerte und Übungen miteingebracht. Somit können User künftig Tennis virtuell auch erlernen. Für WTV-Präsident Christian Barkmann „sind solche Lösungen nicht nur ein Blick in die Zukunft, sondern ideal, um gerade in Zeiten wie diesen weiterhin Tennis spielen zu können.“ Und so funktioniert diese Innovation, die heuer mit dem A1-Innovations Award 2020 ausgezeichnet wurde: Man benötigt ein Headset inklusive VR-Brille, einen Controller oder einen Tennisschläger und spielt damit virtuelles Tennis mit einem virtuellen Ball. Dabei steht man real zwar im eigenen Wohnzimmer oder im Garten, „hat vor Augen aber einen virtuellen Tennisplatz in einem virtuellen Stadion“, so Hans Pfleiderer. „Man benötigt dafür eine Fläche von ca. 2 mal 2 Metern.“ Da das nicht den Maßen eines normalen Tennisplatzes entspricht, muss der Spieler - etwa bei einem Stopp - nicht nach vorne sprinten, sondern wird zum Ball hinteleportiert.

CROWDFUNDING-KAMPAGNE
Ab wann wird es möglich sein, Wimbledon, die French Open oder die US Open in‘s eigene Wohnzimmer zu holen? „Wir sind in Gesprächen mit der ITF, der ATP sowie auch mit prominenten Spielern, sodass man - sobald die Software am Markt sein wird - ein einzigartiges Tenniserlebnis haben wird“ (Pfleiderer). Geplant ist, dass am Beginn des kommenden Jahres eine erste Testphase gestartet wird. Am Montag, den 23. November 2020, wurde tennis esports im Rahmen einer Promotional Crowdfunding Campaign öffentlich vorgestellt. Pfleiderer: „Diese Kampagne haben wir gestartet, um viele technikinteressierte Tennisspieler zu erreichen und zusätzliche Mittel für die weitere Entwicklung der Software zu sammeln.“

Top Themen der Redaktion

Kids & Jugend

Die WTV-Erfolgsserie beim Team Cup geht weiter

Bereits zum vierten Mal in Folge schafften es die besten u9- und u10-Kids des WTV einen Stockerlplatz beim Team Cup in der Südstadt zu erreichen, diesmal glänzte die Silberne. Einzig Oberösterreich war dieses Jahr nicht zu schlagen, doch die Konstanz…

Wochenbilanz

Tamara Kostic - mit 15 schon eine Dame

In dieser Turnierwoche sind es keine Siege oder Finaleinzüge von Wiener SpielerInnen, die Schlagzeilen machten: Auf der ITF Women's World Tennis Tour erreicht die erst 15-jährige Tamara Kostic nach erfolgreich durchlaufener Qualifikation erstmals in…