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Wochenbilanz

In einer Liga mit Federer, Williams & Co

In Sofia erreicht Tamara Kostic in dieser Turnierwoche das Viertelfinale. Die Ziele für die nächste Zukunft sind aber höher gesteckt. Denn: Im sportlichen Umfeld des 14-jährigen Talents hat sich in letzter Zeit einiges getan, ab Jänner 2021 wird sich noch etwas Entscheidendes ändern.

©GEPA Pictures; Freepik.com

TAMARA KOSTIC
► Viertelfinale
Barocco Cup | Sofia (BUL)
► ITF World Tennis Tour Juniors
► Hardcourt

Ein Auftakt nach Maß: Gleich zum Auftakt dieses ITF Kat. 5-Turniers eliminiert Tamara Kostic in drei Sätzen Serbiens Nummer 1, die topgesetzte Mia Ristic, mit 6:7, 6:4, 6:4. "Ristic ist als "Edelschupferin" bekannt", so Kostic-Manager Erich Harand. "Jetzt hat es für Tamara mit ihrem schnellen Spiel erstmals in ihrer Karriere zum Sieg gegen sie gereicht." Aufgrund ihres aggressiven Spiels hat Kostic allerdings mitunter das Problem einer höheren Fehlerquote und im Turnierverlauf auch von abnehmender Kondition. "Trotzdem muss sie versuchen, hohes Tempo zu spielen, um in ihrer Entwicklung weiterzukommen." Auch im Achtelfinale kann sie von diversen Eklats der Bulgarin Eva Busaad nicht gestoppt werden (7:6, 6:3). Erst im Viertelfinale muss sie ihrem aggressiven Spielstil Tribut zollen: Gegen die um ein Jahr ältere Slowakin Emma Tothova holt sich Kostic zwar den ersten Satz, kann dann im zweiten Satz allerdings zwei Matchbälle nicht nutzen und verliert doch noch mit 7:5, 6:7, 4:6. "Sie konnte einfach nicht mehr", so Harand. "Deshalb wird jetzt der gesamte Dezember zur konditionellen Aufbauarbeit für die kommende Saison genutzt werden."

PROFESSIONELLE RUNDUM-BETREUUNG
Zur Hand gehen wird Tamara Kostic dabei u. a. auch das neue Trainerteam, das sich seit kurzem ausschließlich um sie kümmert: Nach der Trennung von Günter Bresnik und einer Zwischenstation bei Gilbert Schaller wird die Kaderspielerin jetzt von Wolfgang Reichel (Tennistraining), dessen Tochter Lena (Kondition), Christoph Niedhart (Assistant Trainer und Touringcoach) sowie einer eigenen Physiotherapeutin betreut. Harand: "Die Voraussetzungen sind jetzt höchstprofessionell." Im Sommer wird auf der Anlage des Altmannsdorfer TC trainiert, im Winter im UTC La Ville. Harand: „Das Trainerteam ist - speziell bei Turniereinsätzen - ständig miteinander in Kontakt, um Tamara optimal auf ihre Spiele vorzubereiten. Ist etwa ein Match auf 8:00 Uhr Ortszeit angesetzt, kann es schon vorkommen, dass sie um 5:30 Uhr aufstehen und ihre ersten Laufeinheiten absolvieren muss, bevor es zum Frühstück und zum Einschlagen geht.“

VIERJÄHRIGER AUSRÜSTERVERTRAG
Der nächste Schritt in Richtung Profitennis: Mit Beginn des kommenden Jahres spielt Tennistalent Tamara Kostic - zumindest was ihre Ausrüstungssituation betrifft - in der gleichen Liga wie Roger Federer, Stefanos Tsitsipas oder Serena Williams. "Seit Jänner 2020 hatte Tamara einen österreichischen Wilson-Vertrag. Vor kurzem ist Wilson International an uns herangetreten und hat Tamara einen vierjährigen Ausrüstervertrag angeboten, der im Jänner 2021 starten wird", so Kostic-Manager Erich Harand. Derartige Verträge bietet der US-amerikanische Sportartikelhersteller, der zum finnischen Konzern Amer Sports gehört, normalerweise nur Spielern und Spielerinnen an, die das Potenzial eines künftigen ATP- oder WTA-Profis haben.

NEIL OBERLEITNER
► Finale (Doppel | noch im Bewerb)
17th Lyttos Beach ITF World Tour | Heraklion (GRE)
► ITF Men's World Tennis Tour
► Hardcourt

Im Einzelbewerb scheitert Neil Oberleitner bereits in der ersten Qualifikationsrunde an Matic Spec (6:7, 2:6). Im Doppel läuft es etwas besser: Gemeinsam mit Partner Lucas Miedler ist Oberleitner bei diesem mit 15.000 Dollar dotierten ITF-Turnier an Nummer 1 gesetzt. Die beiden besiegen zum Auftakt die beiden US-Amerikaner Austin Ansari / Adam Jones (6:1, 7:5), im Viertelfinale bereiten ihnen die Rumänen Cezar Cretu / Stefan Palosi nur wenige Probleme (6:4, 6:2). Im Semifinale müssen Oberleitner / Miedler gegen die Griechen Aristotelis Thanos / Petros Tsitsipas über die volle Distanz gehen (3:6, 6:3, 10:5). Im Endspiel treffen die Österreicher entweder auf Timo Stodder / Robert Strombachs oder Toby Kodat / Tadeas Paroulek.

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