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Bundesliga

"Das Finale wird für uns beinhart werden!"

Interview mit WAC-Mannschaftsführer Dieter Frenzel: Für ihn geht sein Team als leichter Außenseiter in's Bundesliga-Finale am 15. August auf der eigenen Anlage. Sollten Lenny Hampel, "Sam" Weißborn & Co dennoch den Titel nach Wien holen, wäre das eine Premiere "und ein Riesenkracher" (Frenzel) in der Vereinsgeschichte.

©GEPA Pictures; WAC

Die Bundesliga hatte ...
... für uns sportlich heuer den gleichen Wert, obwohl man aufgrund der Corona-Krise "nur" drei Gegnerteams - anstatt wie im Vorjahr fünf - besiegen musste. 2020 war zweifellos schon eine sehr besondere Saison: Man konnte heuer nicht absteigen. Das war aufgrund des Regulativs nicht möglich. Deshalb hatte sich auch Kirchdorf in unserer Gruppe entschieden, 2020 nicht mitzuspielen. Aber: Es geht trotzdem um den Östereichischen Bundesliga-Titel! Und man konnte sehen, dass auch in der anderen Gruppe alle anderen Mannschaften wie z. B. Irdning oder Mauthausen sehr stark gespielt haben. Auch in unserer Gruppe ist es uns von Dornbirn, Telfs und Altenstadt nicht gerade leicht gemacht worden, um in's Finale einziehen zu können.

Das Bundesliga-Finale gegen Mauthausen wird ...
... beinhart werden. Wenn sie nur annähernd so stark spielen wie im Grunddurchgang, werden wir eher nur Außenseiter in diesem Endspiel sein. Trotzdem erhoffen wir uns natürlich, dass wir den ersten Bundesliga-Titel in der WAC-Geschichte holen können. Das wäre ein Riesenkracher für uns. (lächelt) Die Geschichte würde jedenfalls gegen uns sprechen: Den letzten Bundesliga-Titel mit Herrenbeteiligung hatte eine WAC-Mannschaft im Jahr 1949 geholt. Damals spielten Herren und Damen noch in einem Team. Die WAC-Damen weisen in der Bundesliga-Statistik mit insgesamt 16 Titeln eine wesentlich erfreulichere Bilanz auf.

Lenny Hampel und "Sam" Weissborn sind heuer in der Bundesliga ungeschlagen, weil ...
... Lenny einen sehr, sehr fitten Eindruck macht und er nun einmal ein sehr guter Spieler ist. Und der Sam ist heuer im Einzel stärker als noch in den letzten Jahren. Im Doppel ist er als Top 110-Spieler sowieso eine komplett andere Klasse. Zugegeben, er hatte - weil er im Einzel auf Position 4 oder 5 spielt - nicht immer die härtesten Gegner. Für ihn hatte die Corona-Krise aber zumindestens einen positiven Nebeneffekt: Er hat die turnierfreie Zeit genutzt, um sich körperlich fit zu machen und sich auf das Fitness-Niveau eines Einzelspielers zu bringen. Davon wird er dann sehr stark profitieren, wenn es mit der ATP-Tour wieder losgeht.

Der WAC setzt auf heimische Spieler, weil ...
... für uns die Bundesliga nur dann Sinn macht. Würden wir damit beginnen, Legionäre "einzufliegen", um konkurrenzfähig zu werden, wäre für uns die Bundesliga nicht mehr die Bundesliga. Deshalb werden wir auch weiterhin mit Spielern spielen, die regelmäßig auf der WAC-Anlage trainieren. Das ist für uns die Grundvoraussetzung, um an der Bundesliga teilzunehmen.


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