Wiener Tennisverband
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VARTA ÖTV-Jugendmeisterschaften: Pircher demonstriert mit U14-Heimtriumph ihr Ausnahmetalent

Die erst seit heuer zwölfjährige Tirolerin holt in der nächsthöheren Altersklasse U14 den Einzeltitel und den U12-Doppeltitel.
Verfasst von: Presseaussendung / Redaktion, 22.08.2022
© ÖTV

Die VARTA ÖTV-Jugendmeisterschaften in Innsbruck sind geschlagen. Mehr als 250 junge Tennistalente haben eine Woche lang beim nationalen Flagship-Event des Juniorentennis um Medaillen gekämpft. Zu sehen waren Österreichs Jugendasse der Altersklassen U12, U14 und U16 beim TK IEV MED-EL. Nun stehen die Siegerinnen und Sieger fest. Ganz besonders ragte dabei ein Heimerfolg heraus: Denn die noch U12-spielberechtigte Anna Pircher, die mittels einer sogenannten Greencard im Einzel bei den Unter-14-Jährigen mitspielen durfte, demonstrierte ihr Ausnahmetalent und sicherte sich gegen ihre bis zu zwei Jahre ältere und erfahrenere Konkurrenz den Titel. Im Finale ließ die Tirolerin am Sonntag der bis dahin ebenfalls sehr überzeugenden Lea Sabadi (WTV/2) beim 6:0, 6:2 keine Chance.

Am meisten gefordert war Pircher tags zuvor gegen die Nummer eins Stella Horacek (KTV/1), gegen die sie beim 5:7, 6:4, 6:4 im Halbfinale ihren einzigen Satzverlust hinnehmen musste. Den ersten Satz hatte sie nach 5:3-Führung noch verloren und war im Zweiten mit 2:3 zurückgelegen, ehe sie sich in den dritten Abschnitt rettete. Dort gab sie nach einer Regenpause bei 3:0 nur kurz noch das Momentum ab, „aber ich habe es von 3:3 weg noch gut heimgespielt“, erzählte Pircher, für die der Stellenwert dieses Erfolgs „sicher ganz hoch oben ist. Vor allem auch, da das Turnier beim TK IEV ausgetragen worden ist, für den ich heuer in der 2. Bundesliga gespielt habe.“ Ihre Stärke und ihre Überlegenheit gegen ihre sogar älteren Rivalinnen erklärte sie sich relativ simpel: „Ich glaube, dass ich einen großen Vorteil habe, weil mich meine Familie und mein Trainerteam so gut unterstützt“, zeigte sie sich dankbar.

Double auch für Haider-Maurer, Doppeltitel für ÖTV-Schützling Stark

Zum Drüberstreuen glückte Pircher der Coup im U12-Doppel: Sie gab mit Lea Haider-Maurer in drei Matches insgesamt bloß acht Games ab, im Endspiel der Topgesetzten schlugen die beiden Julia Ehrenberger / Mia Neumüller (WTV/NÖTV/2) mit 6:0, 7:5. Auch ihrer burgenländischen Doppelpartnerin gelang somit das Double: Die Tochter der ehemaligen nationalen Spitzenspieler Mario und Kristin Haider-Maurer gewann im U12-Einzel gleichfalls das Finale der Topgesetzten gegen Kara Fronek (WTV/2), die mit gesamt nur sechs Gameverlusten in vier Matches bis dahin durchmarschiert war, mit 6:3, 6:2. Und auch im U14-Doppel kam’s zum Titelmatch der Nummer eins gegen die Nummer zwei in der Setzliste: Anna Mattle und Anna Richtar (OÖTV/NÖTV/2) wiesen das Duo Horacek/Sabadi nach klarem Satzrückstand noch mit 1:6, 6:2 und 10:6 im Match Tiebreak in die Schranken.

Bei den Mädchen U16 bezwang Leonie Rabl (BTV/7) die mittels einer Greencard gleichfalls eine Altersklasse höher angetretene, topgesetzte Lilli Tagger (KTV) im Halbfinale mit 2:6, 6:2, 6:4 und setzte sich im Endspiel mit einem 6:2, 6:1 gegen Theresa Stabauer (OÖTV/2) die Krone auf. Die siegreiche Burgenländerin wird sich heuer mit Schulbeginn übrigens zur ÖTV-Mädchengruppe in der Südstadt dazugesellen und damit zur ÖTV-Vertragsspielerin. Eine solche setzte sich in Tirols Landeshauptstadt zudem im U16-Doppel durch: Sydney Stark. Die Vorarlbergerin triumphierte mit Tagger im Titelmatch mit 6:3, 6:3 über Anna Payer / Georgina Pustelnik (VTV/WTV/3). In der Einzelkonkurrenz war Stark nicht angetreten, weil sie nach einer vor drei Wochen erlittenen Sprunggelenksverletzung eigentlich noch nicht restlos fit war – umso bemerkenswerter also der Erfolg im Doppelbewerb.

Dressler vom beinahe Erstrunden-Aus zum Titel, Double für Behrmann

Bei den Burschen kam es im U12- und U14-Einzel zu Favoritensiegen der Topgesetzten. Bei den Jüngeren war Anton Kahlig mit gesamt lediglich acht Spielverlusten bei seinen fünf Matches eine Klasse für sich, seinem Finalgegner Kian Kren (WTV/2) ließ der Burgenländer beim 6:3, 6:0 nur im ersten Durchgang drei Games. Bei den Älteren standen sich ebenfalls die beiden Erstgereihten im Finale gegenüber: Thilo Behrmann (BTV/1) blieb im ganzen Turnierverlauf ohne Satzverlust und schlug am Ende seiner starken Woche Jan Hemetzberger (OÖTV/2) mit 6:0, 6:2. Während Kahlig mit Marcel Jelinek (NÖTV) durch ein 4:6, 7:6 und 3:10 gegen Kren und Ferdinand Grasl (NÖTV) das Double verpasste, schnappte sich dieses Behrmann mit Hemetzberger ohne einen Satzverlust. Die Topgesetzten gewannen das Titelspiel gegen Paul Schmid / Gabriel Niedermayr (WTV/OÖTV) mit 6:3, 7:6.

Bei den Burschen U16 klappte es für Gustav Dressler (NÖTV/3) nach dem verlorenen Endspiel bei den ÖTV-Jugend-Hallenmeisterschaften U16 in Hagenbrunn im März nunmehr unter freiem Himmel mit dem ersten Titelgewinn bei Österreichischen Jugendmeisterschaften, dank eines 2:6, 6:2, 6:3 über Alexander Wagner (BTV/2). „Er war in der ersten Runde gegen Simon Gruber kurz vor dem Aus, das war richtig eng“, erzählte als Augenzeuge ÖTV-Sportdirektor und -Davis-Cup-Kapitän Jürgen Melzer, der seitens des Österreichischen Tennisverbands wie Sportkoordinatorin und Billie-Jean-King-Cup-Kapitänin Marion Maruska, Jahrgangscoaches Martin Kondert, Robert Maieritsch und Franz Kresnik, Mädchencoach Lukas Jastraunig, Turnier- und Ranglistenreferent Markus Pingitzer (als Turnierleiter) und Sportsekretärin Tamara Schandl (als Turnierassistenz) in Innsbruck vor Ort war. Im U16-Doppel erhielten Felix Fischer / Felix Mori (NÖTV/STTV/3) im Endspiel kampflos den Titel, durch den Nichtantritt von Gruber und Peter Kieslinger (TTV).

Melzer: „Vor Pircher muss man den Hut ziehen“

„In den meisten Fällen haben sich im Einzel die Favoriten durchgesetzt“, resümierte Melzer über die abgelaufene Turnierwoche. „Vor Pircher muss man den Hut ziehen. Ihr Sieg bei den Unter-14-Jährigen stellt klar, was für ein großes Talent sie ist und wie gut sie in Österreich ist“, so der Ex-ATP-Top-Ten-Mann im Einzel und Doppel. Maruska hob ebenso den Coup von Pircher gesondert hervor („Dass sie in einer höheren Altersklasse gewonnen hat, ist beeindruckend“) und freute sich über „das starke Spielniveau und eine tolle Woche, mit einem sehr schönen, sonnigen Ende.“

Weniger sonnig war es lediglich am Viertel- und vor allem am Halbfinaltag: „Die VARTA ÖTV-Jugendmeisterschaften sind erfolgreich zu Ende gegangen, trotz etwas schlechterem Wetter am Freitag, als es dann auch ein bisschen getröpfelt hat, und am Samstag, wo wir erst um 14:00 Uhr beginnen konnten“, erzählte Turnierleiter Pingitzer. „Die Plätze sind vom Klub aber wieder recht schnell und gut hergerichtet worden. Es war mit mehr als 250 TeilnehmerInnen ein erfolgreiches, gutes, ruhiges Turnier. Mein Dank ergeht hierfür auch an Oberschiedsrichter Gernot Dreier und Turnierassistentin Tamara Schandl sowie an die Verantwortlichen des TK IEV MED-EL.“ Hier ist insbesondere Martine Stauder-Poos hervorzuheben.

VARTA ist starker Partner der Tennisjugend

Seit dem Vorjahr ist VARTA offizieller Premium-Partner des Österreichischen Tennisverbandes (ÖTV) im Jugend- und Nachwuchsbereich. „Im österreichischen Tennissport ist einiges drin, deshalb ist es mir ein persönliches Anliegen, die Nachwuchsarbeit bestmöglich zu fördern. VARTA unterstützt nicht nur die besten Köpfe in der Wirtschaft und im Technologiebereich, sondern auch die besten sportlichen Talente. Ich gratuliere allen Siegerinnen und Sieger. Die Jugendlichen trainieren hart und zeigen Ausdauer, Leidenschaft und viel Engagement. Sie haben auf dem Platz alles gegeben. Wir werden noch einiges in Zukunft von ihnen hören, davon bin ich überzeugt“, betont Michael Tojner, Aufsichtsratsvorsitzender und Mehrheitseigentümer der VARTA AG sowie Gründer der Montana Tech Components.

Die VARTA ÖTV-Jugendmeisterschaften sind ein wichtiger Gradmesser im Juniorentennis. Nach dem erfolgreichen Start der Tennis-Jugendmeisterschaften 2016 in Klagenfurt wird das renommierte Juniorentennis-Turnier (U12, U14 und U16) jedes Jahr in einem anderen Bundesland ausgetragen. Heuer machte das Turnier der Turniere in Innsbruck (Tennisklub IEV MED-EL, Reichenauerstraße 144) Station. „Es war ein tolles Event, sehr lässig und angenehm, dass alles auf einer Anlage gespielt wurde. Das macht auch das Flair der Jugendmeisterschaften aus, wenn sämtliche Altersklassen auf derselben Anlage sind“, befand Melzer. „Es ist das größte nationale Jugendturnier und hat dementsprechend natürlich einen hohen Stellenwert“, erklärte Maruska. „Ich erinnere mich auch immer noch gerne an meine Jugendmeistertitel zurück. Das ist einfach etwas Besonderes und behält man für immer in Erinnerung. Es ist schön zu sehen, wie ehrgeizig auch heuer in allen Altersklassen um den Titel gekämpft wurde.“

VARTA fördert seit vielen Jahren Nachwuchssportler

Die VARTA AG fördert seit vielen Jahren Nachwuchssportler. Neben der Unterstützung der SK Rapid U15-Mannschaft, dem Sponsoring des internationalen SK Rapid U15-Jugendturniers (23. bis 25. September 2022 im Allianz Stadion) und dem alljährlichen VARTA Cup in Haag ist VARTA seit Mai 2021 offizieller Premium-Partner des Österreichischen Tennisverbandes (ÖTV) im Jugend- und Nachwuchsbereich. Im Vorjahr wurde unter dem Motto „Maximum performance, pure passion“ ein Sponsoring mit dem deutschen Fußball-Rekordmeister FC Bayern München eingegangen. Die neuen Kooperationen komplettieren die engagierte Nachwuchsförderung der VARTA.

Zeitgleich zu den VARTA ÖTV-Jugendmeisterschaften fanden in Innsbruck die „VARTA Energy Storage“-Tage statt. VARTA stand den BesucherInnen vor Ort im mobilen Showroom mit Beratungsgesprächen rund um Energieautarkie mittels Speichersystemen zur Verfügung. VARTA Energiespeicher ermöglichen, den selbst produzierten Strom zwischenzuspeichern und erst dann zu nutzen, wenn er gebraucht wird – wie beispielsweise überschüssige Energie von Fotovoltaik-Anlagen.

Die Ergebnisse der VARTA ÖTV-Jugendmeisterschaften:

Mädchen U12
Einzel: Lea Haider-Maurer (BTV/1) – Kara Fronek (WTV/2) 6:3, 6:2
Doppel: Anna Pircher / Lea Haider-Maurer (TTV/BTV/1) – Julia Ehrenberger / Mia Neumüller (WTV/NÖTV/2) 6:0, 7:5

Burschen U12
Einzel: Anton Kahlig (BTV/1) – Kian Kren (WTV/3) 6:3, 6:0
Doppel: Kian Kren / Ferdinand Grasl (WTV/NÖTV/1) – Anton Kahlig / Marcel Jelinek (BTV/NÖTV) 6:4, 6:7, 10:3

Mädchen U14
Einzel: Anna Pircher (TTV) – Lea Sabadi (WTV/2) 6:2, 6:0>
Doppel: Anna Mattle / Anna Richtar (OÖTV/NÖTV/2) – Stella Horacek / Lea Sabadi (KTV/WTV/1) 1:6, 6:2, 10:6

Burschen U14
Einzel: Thilo Behrmann (BTV/1) – Jan Hemetzberger (OÖTV/2) 6:0, 6:2
Doppel: Jan Hemetzberger / Thilo Behrmann (OÖTV/BTV/1) – Paul Schmid / Gabriel Niedermayr (WTV/OÖTV/4) 6:3, 7:6

Mädchen U16
Einzel: Leonie Rabl (BTV/7) – Theresa Stabauer (OÖTV/2) 6:2, 6:1
Doppel: Sydney Stark / Lilli Tagger (VTV/KTV/2) – Anna Payer / Georgina Pustelnik (VTV/WTV/3) 6:3, 6:3

Burschen U16
Einzel: Gustav Dressler (NÖTV/3) – Alexander Wagner (BTV/2) 2:6, 6:2, 6:3
Doppel: Felix Fischer / Felix Mori (NÖTV/STTV/3) – Peter Kieslinger / Simon Gruber (TTV) w.o. Kieslinger/Gruber

Hier alle Ergebnisse von den VARTA ÖTV-Jugendmeisterschaften 2022.

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