US Open: Potapova mit sicherem Auftaktsieg über Lucky Loserin
Vom ÖTV-Sextett in den Einzelhauptfeldern der US Open in New York ist nach der ersten Runde immerhin ein Trio übriggeblieben. Nach Lilli Tagger und Jurij Rodionov am Montag ist am Dienstag nach Ortszeit auch Anastasia Potapova beim vierten und letzten Grand-Slam-Event der Saison in Runde zwei eingezogen. Die an 24 gesetzte Wahlösterreicherin (WTA 25) besiegte zum Auftakt die lettische Linkshänderin Darja Semenistaja (WTA 109) klar mit 6:2, 6:2. Diese war als Lucky Loserin kurzfristig für die mit einer Hüftverletzung absagende Tschechin Tereza Valentová (WTA 50) ins Feld nachgerückt. Unmittelbar vor Potapova hatte ebenso auf Court 5 zunächst Filip Misolic sein Comeback nach mehr als sechsmonatiger Zwangspause gefeiert. Der Steirer (ATP 537), der via Protected Ranking im Hauptbewerb gestanden war, schlug sich gegen Francisco Cerúndolo tapfer, musste sich dem an 24 gereihten Argentinier (ATP 25) letztlich aber mit 4:6, 3:6, 5:7 beugen.
Potapova hatte im Vorfeld mit Rückenproblemen zu kämpfen gehabt. Von diesen war in Flushing Meadows jedoch gar nichts zu bemerken. Bei ihrem siebten Main-Draw-Auftritt im „Big Apple“ glückte ihr zum vierten Mal ein Auftaktsieg. Dieser stand zu keiner Zeit in Frage. Die 25-Jährige verschaffte sich gleich eine 4:1-Führung mit Doppelbreak und ließ sich auch von einem kassierten Rebreak zum 4:2 und einer Chance für Semenistaja, auf ein Game heranzukommen, nicht aus der Bahn werfen. In den zweiten Satz startete sie mit einem Break, musste bei 3:2 noch drei und bei 5:2 fünf Breakbälle abwehren, ehe sie in einem Marathongame über achtmal Einstand den vierten Matchball verwerten konnte. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel. Natürlich war es nicht einfach, weil ich eigentlich gegen eine andere Gegnerin spielen hätte sollen. Erst gestern um Mitternacht habe ich erfahren, dass sie zurückgezogen hat und ich nun gegen eine Linkshänderin spielen muss. Das war natürlich eine große Umstellung. Trotzdem bin ich sehr zufrieden mit meiner Leistung. Ich denke, es war ein ziemlich souveräner Sieg“, sagte Potapova laut sport.orf.at.
Im Kampf um ihren zweiten Drittrundeneinzug in NYC nach 2024 trifft Potapova nun am Donnerstag auf die französische Wildcard-Besitzerin Léolia Jeanjean (WTA 127). Tagger (WTA 49) spielt ebenso erst am Donnerstag gegen die zehntgesetzte Vorjahresfinalistin Amanda Anisimova (WTA 10) aus dem Veranstalterland. Und auch das Kräftemessen von Qualifikant Rodionov (ATP 143) mit dem auf 17 gereihten Tschechen Jakub Mensik (ATP 18) ist erst für diesen Tag vorgesehen.