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Auf zum nächsten Level: Schwärzler will Spuren im Herrentennis hinterlassen

Alle Augen und Mikrofone waren bei den Erste Bank Open in Wien auf den ÖTV-Jungstar gerichtet.
Verfasst von: Manuel Wachta, 29.10.2023
© GEPA pictures / Walter Luger
Joel Schwärzler bei den Erste Bank Open in Wien. Zum vorläufig letzten Mal nur als Besucher?

Mit seinen sensationellen Titelgewinnen beim Osaka Mayor’s Cup (ITF J500) und den ITF Junior Finals in Chengdu hat Joel Schwärzler in den letzten beiden Wochen nicht nur die größten österreichischen Jugenderfolge seit Dominic Thiem bei der Orange Bowl 2011 in Plantation erzielt, sondern sich auch auf Platz drei der Jugendweltrangliste verbessert. Grund genug, sich am Nationalfeiertag am Donnerstag den heimischen Medien sowie der Öffentlichkeit im Zuge der Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle näher vorzustellen. Der 17-Jährige gab bei einer ausgedehnten Medientour durch die Halle etwa Interviews auf ORF SPORT+ bei Bernhard Stöhr, Alexander Peya, auf ServusTV bei Christian Baier, Christian Nehiba, Barbara Schett-Eagle, Thomas Muster, auf dem Court sowie bei Tom’s Talk mit Gastgeber Muster und Hallensprecher Lukas Schweighofer, erfüllte dazwischen geduldig Hunderte Autogramm- bzw. Fotowünsche der Hallenbesucher:innen und konnte die Anzahl seiner Fans durch sein so sympathisches, bodenständiges Auftreten hierbei wohl beträchtlich erhöhen. Dazu kam noch eine Pressekonferenz, in deren Rahmen der junge Vorarlberger von ÖTV-Präsident Martin Ohneberg und der ÖTV-Sportkoordinatorin, -Jugendreferentin und Billie-Jean-King-Cup-Kapitänin Marion Maruska verdientermaßen schon das vierte Mal nach 2018, 2021 und 2022 als ÖTV-Nachwuchsspieler des Jahres geehrt wurde und aus den Händen von Rado-Brand-Manager Peter Gauss eine teure Uhr überreicht bekam.

Schwärzler selbstkritisch: „Jahr nicht so verlaufen wie erwünscht“

Trotz der jüngsten, großen Erfolge gab sich Schwärzler bei seiner Pressekonferenz auch sehr selbstkritisch: „Das Jahr ist bis jetzt nicht so verlaufen, wie ich mir das erwünscht habe“, gab der Youngster etwa zu Protokoll. „Ich habe mir bei den Jugend-Grand-Slams mehr erwartet und bin dann enttäuscht worden – vor allem in Australien. Bei den French Open habe ich eigentlich ganz gut gespielt (Viertelfinale; Anmerkung), aber in Wimbledon ist’s nicht gut gelaufen, bei den US Open dann auch nicht, obwohl ich beim Turnier davor richtig gut gespielt habe (Doublegewinn in Repentigny; Anmerkung). Natürlich waren die letzten zwei Turniere jetzt sehr gut, und ich bin einfach supersuperhappy, dass sich das Training ausgezahlt hat und ich die zwei Turniere gewonnen habe.“ Der Teenager stellte aber auch sogleich klar, größtmögliche Sorge tragen zu wollen, dass es in dieser Art und Weise weitergeht: „Ich werde einfach weiterarbeiten – und schauen, dass ich jeden Tag besser werde.“ Der auch weiterhin größtmöglichen Unterstützung durch das ÖTV-Team, rund um den ÖTV-Sportdirektor und -Davis-Cup-Kapitän Jürgen Melzer, Konditionscoach Philipp Wessely, Touring Coach Philip Gille usw. kann sich das heimische Toptalent dabei sicher sein. Und auch jener seines Sponsors Red Bull. Einen Bekleidungssponsor kann er bislang allerdings noch nicht vorweisen.

Die ATP-Top-50 genügen als Ansporn nicht

Spätestens durch seinen Vorstoß in die absolute Jugend-Weltspitze hat sich Schwärzler in viele weitere Notizbücher gespielt. In jenes von Österreichs Starcoach Günter Bresnik wohl schon längere Zeit. Auf dessen Aussage, dass es ihn schwer wundern würde, wenn Schwärzler mal nicht unter die ATP-Top-50 käme, angesprochen, reagierte der Teenager geschmeichelt: „Natürlich ist es schön, solche Worte zu bekommen von Günter, mit dem ich ab und zu mal trainiere, wenn Jürgen nicht da ist, und der mir auch geholfen hat. Ich verstehe mich richtig, richtig gut mit ihm.“ Die Latte hänge sich der Harder freilich noch höher und stellte unmissverständlich klar: „Ich würde gerne weiter als in die ATP-Top-50 kommen.“ Mit jenem Druck, den er durch seine Erfolge gleichzeitig zweifellos kreiert hat, könne er gut leben: „Ich finde, dass es gut ist, dass man einen gewissen Druck hat. Das heißt, dass Leute an dich glauben. Wie man damit umgeht, ist halt die Frage. Ich glaube, dass ich das schaffen und ich damit umgehen kann.“ Seine Vorbilder haben das bestens vorgemacht. Als solche nannte er, neben seinem Betreuer Melzer, an erster Stelle Rafael Nadal, aber auch Roger Federer. An Novak Djokovic beeindrucke ihn, „was er jetzt immer noch leistet“, an Carlos Alcaraz, „dass er schon so weit ist, obwohl er noch so jung ist – aber nicht nur in der Rangliste, sondern auch im Kopf und körperlich so weit und dass er wirklich alles für den Sport tut. Da kann man sich viel abschauen.“

Attacke auf Nummer 1 im Jugendranking erst mal abgeblasen

Die Attacke auf den möglich erscheinenden ersten Platz in der Jugendweltrangliste, den hat Schwärzler nach Rücksprache mit seinem Team übrigens erst einmal abgeblasen, er wolle die ITF-J500-Events in Mérida (Mexiko) und bei der Orange Bowl in Plantation (USA) nicht spielen. Denn sein Hauptziel ist erreicht, sich durch einen Abschluss unter den Top Ten für 2024 acht ATP-Challenger-Hauptbewerbs-Startplätze erspielt zu haben. „In den Top Ten bleibe ich ziemlich sicher drinnen, da ich momentan ja auf Rang drei stehe. Das war das Ziel. Natürlich wäre ich unglaublich gerne Nummer eins. Aber das Team und ich haben uns so entschieden, weil wir denken, dass es so besser ist, wenn ich eine längere Vorbereitung auf die neue Saison mache. Und wir schauen, dass mein Level besser wird und nicht meine Ranglistenposition. Dann kommt das schon von selbst.“ Er werde heuer nur noch zwei ITF-Herrenevents in Griechenland spielen, „dann ist für mich Saisonende“, verriet er. Und gab einen kurzen Ausblick auf 2024: „Das nächste Jahr werde ich bereits viel mehr auf der Herrentour spielen, in der Jugend neben den Grand Slams vielleicht nur noch drei oder vier weitere Turniere.“ Die Australian Open lasse er höchstwahrscheinlich aus – und vielleicht auch weitere Grand Slams, „denn wenn ich eines gewinne, spiele ich wahrscheinlich gar keine Jugendturniere mehr. Dann wäre mein Ziel erreicht, dann kann ich weiterschauen.“

Fokus auf Herrenturniere: „Will von den Futures schnell wegkommen“

Seinen Fokus werde Schwärzler also bereits nächste Saison auf die ATP-Challenger und ITF-Herrenturniere setzen. „Ich werde auch alle ATP-Challenger in Österreich spielen, die ich spielen kann“. Wofür er derzeit noch auf Wildcards angewiesen ist. Einzig ein Antritt bei den NÖ Open powered by EVN in Tulln wäre bei einem Start im Jugendbewerb der US Open nicht möglich. Seine Marschroute sei indes glasklar: „Mein Ziel ist, dass ich von den Futures schnell wegkomme, ich mich schnell weit vorspiele im Ranking. Man will einfach immer schnell zum nächsten Level kommen. Wenn man so einen Ansporn nicht hat, wird man auch, glaube ich, nicht so weit kommen“, beurteilte Schwärzler. „Man kann es aber schaffen – wenn man die richtige Einstellung hat.“ Dass die Bäume wohl voraussichtlich nicht gleich in den Himmel wachsen werden, sei ihm bewusst: „Ich denke nicht, dass ich mich nächstes Jahr in die Top 300 spielen kann. Auf jeden Fall zählen die nächsten zwei Jahre aber, dass da wirklich viel weitergeht.“ Auf die Frage, wann man ihn erstmals bei den Erste Bank Open in der Stadthalle aufschlagen sehen werde, lächelte Schwärzler – und gab sich auch hier realistisch und abwartend: „Hoffentlich nächstes Jahr, wenn ich eine Wildcard bekomme. Ohne diese wird es sich nicht ausgehen – ich muss die Chance bekommen und ich muss sie verdienen. Ich muss im nächsten Jahr wirklich gut spielen. Denn Österreich hat auch andere gute, junge Spieler wie einen Lukas Neumayer, der die Wildcard sicher auch verdienen würde.“ Mit dem doppelten Staatsmeister aus Salzburg trainiere er „ab und zu. Er wohnt in der Südstadt zwei Türen neben mir. Ich kann mir von ihm auch sehr viel abschauen, weil er auch richtig gut trainiert und älter als ich ist.“

Traum von Aufschlag für Österreichs Davis-Cup-Team

Keinen Hehl machte Schwärzler daraus, dass ihn sein Weg im Herrentennis auch früher oder später in Österreichs Nationalteam führen soll. „Das würde mich extrem freuen, in den nächsten Jahren mal Davis Cup spielen zu können und nicht nur zuzuschauen. Fürs eigene Land zu spielen – auch als ich das bei den Jungen gemacht habe –, ist stets was ganz Anderes, da spielt man nicht nur für sich selbst, sondern für eine ganze Nation. Ich würde mich riesig freuen, wenn ich vielleicht nächstes Jahr mal dabei sein kann.“ Wenn auch 2024 wohl noch ohne Einsatzchance: „Dafür sind die anderen wohl noch zu gut.“

| GEPA pictures / Walter Luger

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